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Zu Besuch auf der Whisky-Insel

Diesen Sommer führte mein Urlaub mich mal wieder nach Schottland. Da ich schon ein paar Mal dort war, hab ich mich für die Insel Islay entschieden. Dort war ich bisher nur kurz und die Zeit hat nicht gereicht, die vielen Brennereien zu besichtigen. Auf der Suche nach Unterkünften bin ich auf einen Reiseveranstalter gestossen der Slainte Scotland Tours heißt. Na der Name hatte mich schon neugierig gemacht. Und siehe da, da wird einem auch eine Islay Whisky Tour angeboten für die ich mich dann angemeldet hatte. Nach zwei Tagen Edinburgh fuhr ich dann nach Glasgow von wo ich vom Reiseveranstalter abgeholt wurde. Da einige Reisende absagen musste, war ich auf einmal der einzige, den der Guide zu kutschieren hatte. Helmut hieß er und war Deutscher Herkunft aber die meiste Zeit seines Lebens hat er in Südafrika und Schottland verbracht. Die Verständigung war schon mal einfach, aber sehr spannend, da wir immer interessante Themen zum plaudern fanden. Nicht nur über Whisky. Unsere Unterkunft war ein sehr schönes kleines Hotel in Bowmore, wo ich ein traumhaftes Zimmer mit Blick auf den Hafen und das Meer hatte. Und entgegen aller Klischees zeigte sich das Wetter auch von seiner sonnigen und himmelblauen Seite. Auf dem Programm standen dann die Brennereien Bowmore, Bruichladdich, Kilchoman, Laphroaig, Bunnahabhain und Caol Ila in zweieinhalb Tagen. Ein sportliches Programm. Hast du eine Brennerei gesehen kennst du alle? Denkst du. Natürlich ist der Herstellungsprozess imgrunde ja identisch, aber dadurch kommen die feinen Unterschiede zwischen den Destillen besonders gut heraus. Ist es der Torfrauch bei Laphroaig oder bei Bruichladdich die komplette Produktion auf Islay oder die beeindruckenden großen Destiallationsapparate bei Caol Ila. Jede Marke setzt auf kleine und feine Unterschiede, wodurch die Vielfalt im Geschmack auch erklärt werden kann.

Bei Laphroiag konnten wir nach der Tour drei verschieden alte und damit unterschiedlich gereifte Fässer probieren und uns dann frisch aus dem Fass selbst 250ml in eine Flasche abfüllen und mit nach Hause nehmen. Bei Bruichladdich konnte man sich eifrig durch die vielfältige Bandbreite der Aromen probieren und bei Caol Ila und herrlichem Sonnenschein am Wasser mit Blick auf Jura und ein Kreuzfahrtschiff das flüssige Gold genießen. Viel zu schnell ging die Zeit vorbei und das, was die Insel ansonsten noch an Natur und Geschichte zu bieten hat, kam definitiv zu kurz. Es spricht alles für eine Wiederkehr irgendwann und bei der Reiseplanung wird Slainte Scotland Tours sicher wieder in Erwägung gezogen.