Whiskymesse in Kassel

Kürzlich war ich zu Besuch auf einer Messe, wo verschiedene schottische und irische Whisk(e)ys vorgestellt wurden. Natürlich konnte man auch ausgiebig kosten und probieren. Mit ein paar Freunden sind wir dann dort hin. Es gab eine Übersicht der Anbieter und Whiskys, die vertreten waren, so konnte man sich einen kleinen Plan machen, was man sich vornehmen mag. Gesagt getan und los ging es. Neben einer Kostprobe gab es auch Infos über die Brennerei und den jeweiligen Whisky. Da auch einige exotische Malts dabei waren oder Flaschen für einen Preis, den ich eher nicht zahlen würde, waren wir ganz gespannt.

Unter dem Strich und nach etlichen Proben, musste ich aber feststellen, dass mir von den besonders kostspieligen kaum einer gut geschmeckt hatte. Beruhigend irgendwie. 😉 der Perpetuum von Ardbeg war allerdings sehr lecker. Im Angebot war auch ein Octomore, der der rauchigste Whisky der Welt sein soll. Der war schon eine Wucht hinsichtlich rauchigem Aroma und auch Alkoholgehalt. Aber ich mag solche Malts ja sehr. Der hat mir auch gut geschmeckt.
Insgesamt war es ein spannender Abend, wobei man nach so 8 Whisky schon etwas „satt“ wurde und vielleicht feine Nuancen auch nicht mehr erfassen konnte. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Whisky Tastings

Von Zeit leite ich in Kassel seit dem letzten Jahr nun Tastings zu Whisky. Es gibt eine Auswahl an Single Malts und Blended Malts aus Schottland und natürlich die nötigen Hintergrundinfos zur Herstellung dieses erlesenen Getränkes und den vielfältigen Variationen, die es da gerade in Schottland gibt. Ab und zu greife ich zur Gitarre und spiele auch einen passenden Song dazu. Es macht mir Spaß Menschen die Welt des Whisky näher zu bringen und sie zu informieren. Dafür recherchiere ich auch etwas im Web und halte mich so auf dem laufenden. Wer mehr Infos dazu möchte, kann sich ja an mich wenden.

Irish Folk Festival in der Höhle in Balve

Am vergangenen Wochenende bin ich ins Sauerland aufgebrochen, um mir das Irish Folk Festival in Balve anzuschauen. Die Location des Festivals ist schon an sich was besonderes. In einer Höhle findet nämlich fast alles statt. Dort steht die Bühne und davor die Zuschauer. An drei Tagen bekommt man irische Musik geboten, wobei der Donnerstag nur ein kleiner Auftakt ist.
Die Bands bei diesem Festival, das nun schon zum 10. Mal stattgefunden hat kommen teilweise aus Deutschland aber viele auch direkt aus Irland selbst. Dafür zeichnet Mitorganisator Sean Reeves verantwortlich, der aus dem County Kilkenny stammt und trotz seiner langen Zeit, die er bereits in Deutschland lebt, noch beste Kontakte in seine heimatliche Musikszene besitzt. So gelingt es ihm immer wieder Geimheimtipps nach Balve zu holen. So waren am Freitag die Kilkennys das Top-act. Die vier Jungs aus Kilkenny sind mittlerweile in Deutschland keine Unbekannten mehr und prägen in ihrer Art der Performance, die etwas an die Clancy Brothers erinnert einen neuen Stil, der auch bei anderen Bands des diesjährigen Festivals zu entdecken war. Ihr Hauptaugenmerkt liegt auf der Darbietung von Songs. Als Balladeers umfasst ihr Repertoire die allseits beliebten Klassiker von Whisky in the Jar über Black velvet Band. Allesamt abwechselnd strophenweise vorgetragen oder im vierstimmigen Gesang intoniert. Dabei sorgt die Bodhran für den Grundbeat, der zum Mitklatschen animiert. Facettenreich wird die musikalische Darbietung durch das abwechselnde Mandolinen oder Flötenspiel des scheinbaren Leadsängers Davey Cashin. Vom ersten Augenblick ihres Gigs geht die Musik nach vorn und bringt Stimmung, die sich nahtlos aufs Publikum überträgt.

Aber auch andere Bands an diesem Wochenende haben mir gefallen. Fortsetzung folgt.

Ich teile meine Musik mit euch

Ich hab ja ein Faible für die Musik aus Irland und einige CDs daheim, die sich über die Jahre angesammelt haben. Vieles ist sicher dabei, was viele kennen, aber eben auch Musik, die nicht so bekannt ist. Das will ich nun etwas ändern und die unbekannten etwas in den Vordergrund bringen.
Dazu hab ich eine Radiostation bei http://www.Laut.fm eröffnet, die sich nun zunehmend mit Musik aus dem Hause Ratzel füllen wird. Unter dem Namen Irish-Folk ist sie zu finden. Hört mal rein und lasst gern auch Kritik hier.

Jugendliche für Politik interessieren

Als ein Mensch, der sich für Politik interessiert und der politisch denkt, ist es mir schon seit langem ein Anliegen, jungen Menschen Politik nahe zu bringen. Gespräche mit Jugendlichen zeigen, dass das Denken der Jugend über Politik weitgehend von Desinteresse, Unkenntnis und Ablehnung geprägt ist. Auch wenn es um Dinge und Themen geht, die Jugendliche unmittelbar betreffen, dann fällt es ihnen schwer, sich zu engagieren.
Vor einigen Jahren versuchte ich schon ein Beteiligungsprojekt in der Gemeinde, wo ich arbeite zu initiieren. 2008 ist dies dann auch gelungen. Seitdem arbeite ich mit einigen Jugendlichen zusammen und wir versuchen, die Interessen der Jugend zu vertreten und Projekte für junge Menschen zu realisieren. Auch dabei erleben wir, dass Jugendliche nur selten und in geringem Maße von den Möglichkeiten, etwas zu verändern gebrauch machen.
In 2009 haben wir mit Kollegen den Politik Parcours als „Mitmach-Ausstellung“ zum Thema Politik konzipiert und auf Festivals der Region aufgebaut. Mehr Infos findet man auf http://parcours.viviti.com.
Zur Kommunalwahl wird der Parcours in überarbeiteter Fassung auf die Politik der lokalen Ebene zugeschnitten im Jugendhaus Freiraum zu sehen sein. Daneben veranstaltet der Jugendrat eine Podiumsdiskussion am 15.03. um 19.00 Uhr. Hier soll es konkret um Themen gehen, die Jugendliche betreffen und interessieren.
Plakat Podiumsdiskussio

Musizieren mit Ben Sands

Ich habe gestern Abend das Konzert von Ben Sands in einem kleinen Ort bei Hannoversch Münden. Ben Sands stammt aus Nordirland und wuchs auf einer kleinen Farm in einer überaus musikalischen Familie auf, die in der Irish Folk Szene als The Sands Family bekannt ist. Aber auch als Solokünstler sind die einzelnen Familienmitglieder bekannt.

Es war ein schönes Konzert mit einer Mischung aus Geschichten und Songs, die überwiegend aus der Feder von Ben stammten. Aber auch ein paar Jigs oder Hornpipes auf Mandoline und Tin whistle gab es zu hören.

Nach dem Konzert wurde ich Ben vorgestellt und wir entschieden uns noch ein paar Stücke gemeinsam zu spielen. Es war sehr schön und ein Vergnügen auch wenn es nich so viele Lieder waren.

Kieran Goss in Kassel

Kieran Goss gehört zu den erfolgreichen Singer Songwriter, die die Grüne Insel in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Dabei klingt er nicht traditionell sondern hat seien eigenen Stil gefunden, der durchaus poppig daher kommt und sich manchmal Elementen der Countrymusik der 60er Jahre bedient.

Erstmalig hab ich ihn vor einigen Jahren zufällig auf dem Open Flair gesehen und mir dann eine CD von ihm gekauft. Letztes Frühjahr war er schon einmal im Schlachthof in Kassel, aber da konnte ich nicht. Dieses mal hat es aber gepasst. Der nicht sehr grosse Ire mit dem markanten Gesicht kam jedoch nicht allein. Er wurde begleitet von einer Sängerin, die sich dezent an der Seite des Sängers hielt und mit ihre samtigen Stimme seinen Gesang umspielte. Das versierte Gitarrenspiel von Kieran wurde durch den akustischen Kontrabass von Garth unterstützt.Aber auch der Bassist setzte seine Stimme ein um den Songs einen dezenten Gesang beizusteuern. Das durch eine kurze Pause geteilte mehr als zweistündige Konzert, das ca. 80 Besucherinnen im Schlachthof sichtlich genossen, war kurzweilig und stimmungsvoll. Kieran Goss unterhält in erster Linie musikalisch und schafft es mit zumeist leisen Tönen sein Publikum in seinen Bann zu ziehen. Er legt viel Gefühl in seinen Gesang und das gesamte Arrangement klingt wunderbar aufeinander abgestimmt und nie zu dick aufgetragen. Daneben schafft es der irische Songwriter durch sein in einwandfreiem Deutsch vorgetragenen  humorvollen Ansagen dem Publikum einen Einblick in sein Leben und in die Entstehung seiner Songs zu geben. Diese sind genauso unterhaltsam wie seine Musik. Kieran ist einen Konzertbesuch wert. In Kassel wird er allerdings erst wieder im Herbs des nächsten Jahres zu hören sein. Darum heisst es also mal eine CD dieses (Geheim-)Tipps zu erstehen.

The Levellers in Frankfurt

Ich war vergangen Donnerstag in der Batschkapp auf dem Konzert der Levellers. Sie boten von Beginn an eine rasante Show, die immer nur kurz Zeit zum Verschnaufen zwischen den einzelnen Songs bot. Musikalisch bieten die sechs Musiker aus England sorgten für tanzbare Stimmung unter dem Publikum, die zuweilen auch Pogo tanzten. Dafür sorgte nicht nur das treibende Schlagzeug, das den Rhythmus vorgab, sondern auch Bassist und Geiger, die fröhlich mit ihrem Instrument über die Bühne fegten. Sie Setlist spannte einen weiten Bogen über die gesamten Alben der Band, wobei die Stücke des Albums „Levelling the Land“ fast komplett gespielt wurden. Zu meiner Freude, da dies meine Lieblings CD der Band ist. Es ist vermutlich auch die bekannteste. Hervorzuheben ist zudem das gekonnte Mandolinen- und Mundharmonikaspiel, das neben wechselnden und gemeinsamem Gesang für Abwechslung sorgte.
Ich kann nur jedem empfehlen eines der noch anstehenden Konzert der Deutschlandtour im Herbst zu besuchen und sich selbst vom Können der Levellers ein Bild machen zu können.