Irlandurlaub Teil 2

Unsere zweite Nacht verbringen wir in Doolin – einem kleinen Örtchen, das seine Bekanntheit zwei Tatsachen verdankt. Zum einen fahren von hier aus die Fähren auf die Aran Islands. Zum zweiten trafen sich hier in den 70er Jahren im Sommer jede Menge folkbegeisterte Menschen, die mit für das Revival der irischen Musik verantwortlich sind. Der Ort besteht aus wenigen Häusern und Pubs. In den letzten Jahren sind ein paar Häuser hinzugekommen und ab diesem Frühjahr gibt es auch eine Tourist-Information.

Von hier aus geht es am nächsten Tag zu den Cliffs of Moher, die ich schon vor ein paar Jahren gesehen hab. Sie sind atemberaubend. Allerdings raubt einem derzeit mehr den Atem, dass man sie nur noch eingeschränkt genießen kann. Während man bis vor einem halben Jahr noch einen Pfad etwa 5 km an der Küste entlangwandern und die Natur genießen konnte, gibt es jetzt nur noch die Möglichkeit ein typisches Touristenfoto kurz hinter dem „visitore center“ zu machen und danach ist alles abgesperrt und „Durchgang verboten“. Wie froh war ich, dass ich schon zwei mal am Ende der Cliffs an einer Turmruine sitzen und den Blick aufs Meer richten konnte. Das ist nun kaum mehr möglich. Vermutlich sind Naturschutz und Sicherheit die Ursachen und Gründe für diese Maßnahmen. Was man bei etwas längerem Nachdenken auch verstehen kann, denn im letzten Jahr sind auch mehrere Personen an den Klippen in die Tiefe gestürzt.

to be continued

Irlandurlaub Teil 1

In Dublin mit dem Flieger angekommen haben wir unseren Mietwagen abgeholt. Es war leider kein Opel sondern ein Renault aber trotzdem ausreichend. Dann haben wir uns gleich auf den Weg nach Galway gemacht. Ein kurzer Zwischenstopp am Kloster Clonmacnoise direkt am Shannon. Das Wetter war noch nicht so besonders, denn Wolken am Himmel und ein kühler Wind machen es etwas ungemütlich.

In Galway klart es dann etwas auf. Während wir die Stadt erkunden merken wir schnell, dass die Iren jede Gelegenheit nutzen, wenn die Sonne herauskommt, in T-Shirts oder in Schuhen ohne Socken herumzulaufen. So unterschiedlich ist die Wahrnehmung des Klimas. Abends gönnen wir uns das erste Guinness. Anschließend geht es ins Hostel.

Am nächsten Tag geht es weiter nach Süden über die interessante und aussergewöhnliche Landschaft des Burren, wo nur Stein zu sehen ist und wenig grün. Weder Baum noch Strauch. Nur ein bisschen Heidekraut und Flechten. Aber da wir an der Küste entlang fahren und der Himmel strahlend blau ist ist die Stimmung klasse.

Para-Comedy

Ich hab am Wochenende mal in den Sender „Comedy Street“ reingeschaut. Da lief eine Sendund, die Para Comedy hieß. Dort haben Behinderte Passanten in lustige, nachdenkliche oder peinliche Situationen gebracht. So haben z.B. zwei „Contergan-geschädigte“ „Schnick-Schnack-Schnuck“ gespielt, obwohl sie keine vollständigen Hände hatten. Die Passanten haben natürlich sehr verblüfft dreingeschaut. Ich hab mich dabei sehr amüsiert. Ich finde diese Sendung sehr gut, da sie Behinderte mal anders zeigt, als sonst im Fernsehen. Dass Behinderte diese Art Humor auch sehr gut finden, ist mir in meiner Zivildienstzeit häufig begegnet. Ich finde, dass man auch über Behinderte lachen kann und es eher eine Ausgrenzung bedeuten würde, wenn man sie nicht auch zum Gegenstand von Humor und Witzen macht. Natürlich gibt es Grenzen des guten Geschmacks. Aber wenn sie selbst die Protagonisten der Sketche sind, finde ich das absolut in Ordnung.