Irish Folk Festival in der Höhle in Balve

Am vergangenen Wochenende bin ich ins Sauerland aufgebrochen, um mir das Irish Folk Festival in Balve anzuschauen. Die Location des Festivals ist schon an sich was besonderes. In einer Höhle findet nämlich fast alles statt. Dort steht die Bühne und davor die Zuschauer. An drei Tagen bekommt man irische Musik geboten, wobei der Donnerstag nur ein kleiner Auftakt ist.
Die Bands bei diesem Festival, das nun schon zum 10. Mal stattgefunden hat kommen teilweise aus Deutschland aber viele auch direkt aus Irland selbst. Dafür zeichnet Mitorganisator Sean Reeves verantwortlich, der aus dem County Kilkenny stammt und trotz seiner langen Zeit, die er bereits in Deutschland lebt, noch beste Kontakte in seine heimatliche Musikszene besitzt. So gelingt es ihm immer wieder Geimheimtipps nach Balve zu holen. So waren am Freitag die Kilkennys das Top-act. Die vier Jungs aus Kilkenny sind mittlerweile in Deutschland keine Unbekannten mehr und prägen in ihrer Art der Performance, die etwas an die Clancy Brothers erinnert einen neuen Stil, der auch bei anderen Bands des diesjährigen Festivals zu entdecken war. Ihr Hauptaugenmerkt liegt auf der Darbietung von Songs. Als Balladeers umfasst ihr Repertoire die allseits beliebten Klassiker von Whisky in the Jar über Black velvet Band. Allesamt abwechselnd strophenweise vorgetragen oder im vierstimmigen Gesang intoniert. Dabei sorgt die Bodhran für den Grundbeat, der zum Mitklatschen animiert. Facettenreich wird die musikalische Darbietung durch das abwechselnde Mandolinen oder Flötenspiel des scheinbaren Leadsängers Davey Cashin. Vom ersten Augenblick ihres Gigs geht die Musik nach vorn und bringt Stimmung, die sich nahtlos aufs Publikum überträgt.

Aber auch andere Bands an diesem Wochenende haben mir gefallen. Fortsetzung folgt.

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Zu Besuch auf der Whisky-Insel

Diesen Sommer führte mein Urlaub mich mal wieder nach Schottland. Da ich schon ein paar Mal dort war, hab ich mich für die Insel Islay entschieden. Dort war ich bisher nur kurz und die Zeit hat nicht gereicht, die vielen Brennereien zu besichtigen. Auf der Suche nach Unterkünften bin ich auf einen Reiseveranstalter gestossen der Slainte Scotland Tours heißt. Na der Name hatte mich schon neugierig gemacht. Und siehe da, da wird einem auch eine Islay Whisky Tour angeboten für die ich mich dann angemeldet hatte. Nach zwei Tagen Edinburgh fuhr ich dann nach Glasgow von wo ich vom Reiseveranstalter abgeholt wurde. Da einige Reisende absagen musste, war ich auf einmal der einzige, den der Guide zu kutschieren hatte. Helmut hieß er und war Deutscher Herkunft aber die meiste Zeit seines Lebens hat er in Südafrika und Schottland verbracht. Die Verständigung war schon mal einfach, aber sehr spannend, da wir immer interessante Themen zum plaudern fanden. Nicht nur über Whisky. Unsere Unterkunft war ein sehr schönes kleines Hotel in Bowmore, wo ich ein traumhaftes Zimmer mit Blick auf den Hafen und das Meer hatte. Und entgegen aller Klischees zeigte sich das Wetter auch von seiner sonnigen und himmelblauen Seite. Auf dem Programm standen dann die Brennereien Bowmore, Bruichladdich, Kilchoman, Laphroaig, Bunnahabhain und Caol Ila in zweieinhalb Tagen. Ein sportliches Programm. Hast du eine Brennerei gesehen kennst du alle? Denkst du. Natürlich ist der Herstellungsprozess imgrunde ja identisch, aber dadurch kommen die feinen Unterschiede zwischen den Destillen besonders gut heraus. Ist es der Torfrauch bei Laphroaig oder bei Bruichladdich die komplette Produktion auf Islay oder die beeindruckenden großen Destiallationsapparate bei Caol Ila. Jede Marke setzt auf kleine und feine Unterschiede, wodurch die Vielfalt im Geschmack auch erklärt werden kann.

Bei Laphroiag konnten wir nach der Tour drei verschieden alte und damit unterschiedlich gereifte Fässer probieren und uns dann frisch aus dem Fass selbst 250ml in eine Flasche abfüllen und mit nach Hause nehmen. Bei Bruichladdich konnte man sich eifrig durch die vielfältige Bandbreite der Aromen probieren und bei Caol Ila und herrlichem Sonnenschein am Wasser mit Blick auf Jura und ein Kreuzfahrtschiff das flüssige Gold genießen. Viel zu schnell ging die Zeit vorbei und das, was die Insel ansonsten noch an Natur und Geschichte zu bieten hat, kam definitiv zu kurz. Es spricht alles für eine Wiederkehr irgendwann und bei der Reiseplanung wird Slainte Scotland Tours sicher wieder in Erwägung gezogen.

Whiskymesse in Kassel

Kürzlich war ich zu Besuch auf einer Messe, wo verschiedene schottische und irische Whisk(e)ys vorgestellt wurden. Natürlich konnte man auch ausgiebig kosten und probieren. Mit ein paar Freunden sind wir dann dort hin. Es gab eine Übersicht der Anbieter und Whiskys, die vertreten waren, so konnte man sich einen kleinen Plan machen, was man sich vornehmen mag. Gesagt getan und los ging es. Neben einer Kostprobe gab es auch Infos über die Brennerei und den jeweiligen Whisky. Da auch einige exotische Malts dabei waren oder Flaschen für einen Preis, den ich eher nicht zahlen würde, waren wir ganz gespannt.

Unter dem Strich und nach etlichen Proben, musste ich aber feststellen, dass mir von den besonders kostspieligen kaum einer gut geschmeckt hatte. Beruhigend irgendwie. 😉 der Perpetuum von Ardbeg war allerdings sehr lecker. Im Angebot war auch ein Octomore, der der rauchigste Whisky der Welt sein soll. Der war schon eine Wucht hinsichtlich rauchigem Aroma und auch Alkoholgehalt. Aber ich mag solche Malts ja sehr. Der hat mir auch gut geschmeckt.
Insgesamt war es ein spannender Abend, wobei man nach so 8 Whisky schon etwas „satt“ wurde und vielleicht feine Nuancen auch nicht mehr erfassen konnte. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Whisky Tastings

Von Zeit leite ich in Kassel seit dem letzten Jahr nun Tastings zu Whisky. Es gibt eine Auswahl an Single Malts und Blended Malts aus Schottland und natürlich die nötigen Hintergrundinfos zur Herstellung dieses erlesenen Getränkes und den vielfältigen Variationen, die es da gerade in Schottland gibt. Ab und zu greife ich zur Gitarre und spiele auch einen passenden Song dazu. Es macht mir Spaß Menschen die Welt des Whisky näher zu bringen und sie zu informieren. Dafür recherchiere ich auch etwas im Web und halte mich so auf dem laufenden. Wer mehr Infos dazu möchte, kann sich ja an mich wenden.